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ALFRED BERNHARD
NOBELIhr kennt bestimmt alle die Nobelpreise, die
jedes Jahr an verdiente Wissenschaftler und grosse Persönlichkeiten
verliehen werden. Ich werde euch heute ALFRED NOBEL vorstellen, der diese
berühmteste begehrteste und höchstdotierte Auszeichnung der Welt
gestiftet hat.
Das Geschlecht Nobel stammt aus einem
Bauerndorf im südlichsten Zipfel Schwedens. Der Familienname war
ursprünglich Nobelius. Ein Vorfahre Alfred Nobels hatte jedoch den Namen
auf Nobel abgekürzt.
Alfreds Vater war sehr intelligent, er hatte
jedoch keine Schule besucht und konnte kaum lesen und schreiben, alles was er
wusste, lernte er autodidaktisch. Nach einer Lehre bei einem Unternehmer fing er
an, Kurse an den einzigen Bildungsstätten von damals, der Schule für
Architektur und Mechanik und der Kunstakademie, zu nehmen. Als er vierundzwanzig
war, gründete er ein Bauunternehmen, das acht Jahre später jedoch
Konkurs machte. Im gleichen Jahr, am 21. Oktober 1833, kam sein Sohn
ALFRED BERNHARD NOBEL zur Welt.
1837 wanderte der Vater nach Russland
aus, genauer nach St. Petersburg. Dort eröffnete er ein
Konstruktionsbüro für Mechanik. Die Familie blieb in Schweden. Dort
trat ALFRED NOBEL als 8-jähriger auch in die Schule ein, gab sie
aber ein Jahr später schon wieder auf, weil die Familie ihrem Vater
1842 nach Russland folgte, dessen Geschäft florierte. Alfred Nobel
und seine zwei älteren Brüder, Robert und Ludvig, wurden bis 1850
von einem Privatlehrer unterrichtet. Alfred war als Kind immer sehr
kränklich und musste häufig zur Kur gehen. Er interessierte sich
schon damals sehr für Chemie. Der intelligente Junge war aber auch
sprachlich sehr begabt, sprach er doch neben seiner Muttersprache Schwedisch
auch noch fliessend Russisch, Deutsch, Englisch und Französisch. Er schrieb
sogar eigene kleine Gedichte, vorwiegend auf englisch.
Anfangs der 50er Jahre konnte Alfred
Nobel eine zweijährige Reise unternehmen. Sie führte ihn zuerst
nach Amerika, dann nach Paris. Dort verbrachte er die meiste Zeit in
Laboratorien, wo er seine Chemiestudien vorantrieb. Als er zurückkam,
arbeitete er in der Firma seines Vaters. Diese erhielt nach dem Ausbruch des
Krimkrieges 1853 von den Russen viele Aufträge für die
Konstruktion von Kriegsmaterial. Doch die Russen hielten ihre
Auftragsversprechen nicht ein, was 1859 zum Bankrott der Firma
führte.
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