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Nobel, Alfred Bernhard

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Nun fing Alfred an mit Nitroglyzerin, das 1847 ein italienischer Gelehrter entdeckt hatte, zu experimentieren. Die erste Explosion, die Nobel auslöste, war im Mai oder Juni 1862. Im Oktober 1863 liess er eine seiner Erfindungen, einen Schlagsprengstoff, in Schweden unter dem Namen „Nobel- Verfahren“ patentieren. 1864 gründete Alfred Nobel in Schweden seine erste Nitroglyzerinfabrik. Diese flog jedoch noch im gleichen Jahr in die Luft. Bei diesem grossen Unglück fand auch Alfreds jüngerer Bruder Emil den Tod. Trotz diesem tragischen Unfall setzte Alfred Nobel seine Experimente fort. Auf der Suche nach einer weniger gefährlichen Form des Nitroglyzerins machte Alfred Nobel seine berühmteste Erfindung: das Dynamit. Er liess es 1867 patentieren. Mit dieser Erfindung schaffte Nobel den Durchbruch. Das Dynamit eroberte in kürzester die Welt. Dieser Sprengstoff öffnete neue Wege für den Berg-, Tunnel- und Strassenbau. Für die Schweiz war das Dynamit besonders wichtig, z. B. ein Gottharddurchstich wäre ohne dieses Hilfsmittel undenkbar gewesen. Nobel war auf einen Schlag ein reicher und berühmter Mann geworden. Doch er konnte nicht viel mit den Mitmenschen anfangen, schon gar nicht mit denen, die etwas über sein Leben erfahren wollten. Das war schon früher so, aber es verschlimmerte sich in dieser Zeit, da viele neidisch auf ihn waren und es nur auf sein Geld abgesehen hatten. Er wurde melancholisch. Vor allem der Tod seines Vaters und der seiner Mutter setzten ihm zu. Die Mutter war für Nobel fast der einzige Ansprechpartner gewesen. Dazu kam noch, dass das Dynamit mehr und mehr für kriegerische Zwecke missbraucht wurde. Er wurde zum Einzelgänger und scheute jegliche öffentliche Auftritte. Er hielt sich tagelang in seinen Laboratorien in San Remo und Paris auf, ohne auch nur ein wenig frische Luft zu schnappen. Er blieb auch als Erwachsener immer noch kränklich und wiederholte die Kuren, die er ja schon als Kind machen musste. Nobel hatte zwei sehr schöne Villen, eine in San Remo in Italien und die zweite in Paris in der Avenue Malakoff, lebte aber sonst eher bescheiden. Mit dem Geld, das er durch die Erfindung des Dynamits verdient hatte, kaufte er entweder Aktien, mit denen er sehr gut handeln konnte und gründete in verschiedenen Ländern Dynamitfabriken. Neben seinen administrativen Arbeiten experimentierte er an einem rauchlosen Schiesspulver herum. Er erfand dieses Pulver dann und gab ihm den Namen Nobelpulver, was heute Balestit genannt wird. Er erfand dieses Pulver im Gegensatz zum Dynamit nur für militärische Zwecke. Dies war seine zweite grosse und weltverändernde Erfindung. Man konnte mit diesem Pulver zum ersten Mal schiessen ohne nur die geringste Rauchbildung zu verursachen.
1876 gab er in einer österreichischen Zeitung folgendes Inserat auf:
„Herr gesetzten Alters, reich und sehr gebildet, in Paris lebend, sucht
ein Fräulein mit Lebenserfahrung und einiger Bildung, das Fremdsprachen beherrsche und geeignet sei, ihm als Sekretärin und Gesellschafterin zu dienen.“
  
Bürgerliches Gesetzbuch BGB
von Helmut Köhler
Siehe auch:
Handelsgesetzbuch HGB: ohne Seehandelsrech...
Arbeitsgesetze
Grundgesetz GG: Menschenrechtskonvention, Europäischer Gerichtsh...
Strafgesetzbuch StGB
Aktiengesetz · GmbH-Gesetz: mit Umwandlungsgesetz, Wertpapiererw...
Zivilprozeßordnung. ZPO
 
   
 
     
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